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Dampier in West Australien

Moderne Industriestadt

Dampier
© Tourism Western Australia

Dampier liegt im Bundesstaat Western Australia und ist mit seinen ca. 2.000 Einwohnern eine moderne Industriestadt an der Küste des Indischen Ozeans. Die 1965 gegründete Hafenanlage war der erste Umschlagplatz der Region für Eisenerz, das in den etwa 200 km entfernten Bergbaustädten Tom Price und Paraburdoo gefördert und mit kilometerlangen Zügen nach Dampier transportiert wird. Wegen seines Tiefsee-Hafenbeckens, in dem Schiffe mit gewaltigen Tonnagen anlegen können, werden in Dampier jährlich bis zu 400 Millionen Tonnen Eisenerz verladen. Nach entsprechender vorheriger Anmeldung können die in der Nähe von Dampier gelegenen Abbaustätten der Hamersley Iron Company besichtigt werden. Sie vermitteln einen realistischen Eindruck über die Arbeitsweisen und landschaftlichen Auswirkungen der Eisenerzgewinnung.

Neben Erz liefern die in den nahe dem Hafen gelegenen Salzseen jährlich ca. 2,5 Millionen Tonnen Salz, das ebenfalls exportiert wird. Riesige Salzberge, die sich um die Seen türmen, sind das weithin sichtbare Landschaftsbild dieser Stadt.

Seinen Namen verdankt die Stadt dem englischen „Entdecker“ und Freibeuter William Dampier, der die Nordwestküste Australiens während seiner Expedition von 1699 bis 1711 erforschte und als erster Engländer von dieser damals noch sehr ungastlichen Gegend berichtete. William Dampier legte damit die Abgrenzungen der Nordwestküste vom Dampier-Archipel bis zur Shark-Bay fest. Seine Reiseberichte sind derart abschreckend formuliert, dass man weitere hundert Jahre von einer Besiedlung dieser Region Abstand nahm und den Aborigines damit noch eine gewisse Schonfrist verschaffte.

Doch nicht nur die gewaltigen Erz- und Salzvorkommen beeindrucken den an europäische Verhältnisse gewöhnten Besucher. Neben diesen eher nüchternen und oftmals auch als hässlich bezeichneten Anlagen hat Dampier auch herrliche Naturschönheiten zu bieten. So sind die wunderschönen Korallenriffe im glasklaren Wasser des Küstengebiets und am Dampier-Archipel ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Auch der nahe der Bahnlinie zwischen Dampier und Tom Price gelegene Millstream-Chichester Nationalpark ist einen Abstecher wert. Allerdings ist der Nationalpark nur über Schotterpisten zu erreichen – ein Geländewagen ist also sehr empfehlenswert. Ein Geheimtipp für Camperfreunde ist das kleine Tal am Fortescue-River, das wie ein kleines Paradies in der rundum eher kargen Landschaft wirkt und Ruhe und Erholung pur verspricht.

Dampier hat neben seiner Bedeutung als Industriehafen durchaus einiges an Naturschönheiten zu bieten, so dass es gerade die Gegensätze sind, die diese Stadt als Reiseziel anziehend und interessant machen.


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